Häufige Fragen

FAQ &
Antworten

Alles, was Eltern, Spielerinnen und Spieler über den JFV Hünstetten 09 wissen möchten — von allgemeinen Fragen über Spielerwechsel bis hin zu Ernährung und Getränken im Jugendfußball.

Hier findest Du Antworten auf die häufigsten Fragen rund um den JFV Hünstetten 09 — von der Anmeldung bis zum Spielbetrieb.

Allgemeines
Was ist der JFV Hünstetten?

Der JFV Hünstetten 09 e.V. ist ein Jugendförderverein, der den gesamten Jugendfußball in der Gemeinde Hünstetten organisiert. Wir bündeln die Kräfte mehrerer Stammvereine, um Kindern und Jugendlichen von der G-Jugend bis zur A-Jugend eine qualitativ hochwertige Fußballausbildung zu bieten.

Was ist der Unterschied zwischen JFV und Stammverein?

Der JFV kümmert sich um den Fußball: Training, Spielbetrieb, Trainerausbildung und Mannschaftsorganisation. Die Stammvereine sind die Vereine, in denen Dein Kind Mitglied wird — z.B. SG Hünstetten, SV Wallrabenstein, FC Limbach, TuS Beuerbach oder SV Teutonia Bechtheim.

Jedes Kind braucht eine Mitgliedschaft in einem Stammverein, um im JFV spielen zu dürfen.

Welchen Stammverein soll ich für mein Kind wählen?

Das liegt ganz bei Dir. Viele Familien wählen den Verein im eigenen Ortsteil, aber das ist keine Pflicht. Du kannst Dich frei entscheiden. Alle Mitgliedsanträge findest Du auf der Stammvereine-Seite.

Anmeldung & Einstieg
Wie melde ich mein Kind beim JFV an?

In drei Schritten:

  • Mitgliedsantrag beim gewünschten Stammverein ausfüllen
  • Antrag auf Spielerlaubnis beim HFV ausfüllen
  • DSGVO-Formular für Bildrechte unterschreiben

Alle Unterlagen gibst Du beim Trainer ab.

Kann mein Kind erst einmal schnuppern?

Ja, selbstverständlich! Dein Kind kann gerne unverbindlich am Training teilnehmen. Schreib uns eine E-Mail an den Vorstand an uns oder sprich direkt den Trainer der entsprechenden Altersklasse an. Wir finden gemeinsam die passende Mannschaft.

Ab welchem Alter kann mein Kind mitmachen?

Kinder können ab der G-Jugend (Bambini, U6/U7) bei uns spielen — das sind in der Regel 5- bis 6-Jährige; ein Einstieg ist oft schon ab etwa 4 Jahren möglich. In der G- und F-Jugend steht der Spaß am Spiel im Vordergrund.

Braucht mein Kind ein ärztliches Attest?

In der Regel nein. Für die Spielerlaubnis beim HFV ist kein ärztliches Attest nötig. Nur bei einer Erstausstellung oder einem Vereinswechsel aus dem Ausland verlangt der HFV ein ärztliches Attest.

Training & Spielbetrieb
Wann und wo trainiert mein Kind?

Eine aktuelle Übersicht aller Trainingszeiten findest Du unter Trainingszeiten. Die Adressen unserer Sportanlagen sind unter Spielstätten aufgeführt.

Was muss mein Kind zum Training mitbringen?
  • Fußballschuhe (Nocken oder Multinocken für den Rasenplatz)
  • Schienbeinschoner
  • Sportkleidung und ausreichend zu trinken
  • Im Winter: Handschuhe und eine lange Hose empfohlen

Bälle und Trainingsmaterial stellt der JFV.

Wie erfahre ich von Spieltagen und Terminen?

Die Trainer informieren in der Regel über eine WhatsApp-Gruppe der jeweiligen Mannschaft. Spielpläne und Ergebnisse findest Du auch unter Spielplan sowie auf fussball.de.

Was passiert, wenn mein Kind sich verletzt?

Bei Verletzungen während des Trainings oder Spielbetriebs greift der Versicherungsschutz über den Hessischen Fußball-Verband bzw. den Stammverein. Bitte informiere bei einer Verletzung den Trainer und melde den Vorfall zeitnah. Jede Mannschaft hat Zugang zu einem Erste-Hilfe-Koffer.

Kosten
Was kostet die Mitgliedschaft?

Die Mitgliedsbeiträge werden vom jeweiligen Stammverein erhoben und unterscheiden sich leicht. In der Regel liegen die Jahresbeiträge im üblichen Rahmen für Jugendabteilungen. Frage direkt beim gewählten Stammverein nach den genauen Konditionen.

Muss ich Trainingskleidung kaufen?

Die Spielkleidung (Trikots) für den Spielbetrieb stellt der JFV. Für das Training benötigt Dein Kind eigene Sportkleidung. Eine einheitliche Trainingsausstattung kann optional über den Verein bestellt werden — Informationen dazu erhältst Du vom Trainer.

Eltern & Ehrenamt
Was wird von mir als Elternteil erwartet?

Eltern sind ein wichtiger Teil unserer Gemeinschaft. Wir freuen uns über Unterstützung bei Spieltagen (z.B. Fahrgemeinschaften, Verkauf), sind aber bedacht, niemanden zu überfordern. Grundsätzlich erwarten wir einen respektvollen Umgang — auch am Spielfeldrand.

Wie kann ich mich engagieren?

Es gibt viele Möglichkeiten, sich einzubringen:

  • Als Trainer oder Co-Trainer
  • Als Betreuer bei Spieltagen
  • Bei der Organisation von Turnieren und Veranstaltungen
  • In der Öffentlichkeitsarbeit oder im Vorstand

Wir freuen uns über jede helfende Hand! Melde Dich gerne per E-Mail an den Vorstand.

Probleme & Beschwerden
An wen wende ich mich bei Problemen?

Erster Ansprechpartner ist immer der Trainer Deines Kindes. Bei Themen, die darüber hinausgehen, steht Dir der Vorstand zur Verfügung. Du erreichst uns per E-Mail an den Vorstand. Wir nehmen jedes Anliegen ernst und suchen gemeinsam nach Lösungen.

Wie geht der JFV mit Konflikten um?

Konflikte werden bei uns nicht ausgesessen, sondern offen angesprochen und konstruktiv gelöst. Unser Vereinskodex legt großen Wert auf einen respektvollen Umgang und eine offene Feedback-Kultur. Bei Bedarf vermittelt der Vorstand.

Vereinswechsel im Jugendbereich sind durch die Jugendordnung des Hessischen Fußball-Verbands (HFV) geregelt. Hier findest Du die wichtigsten Fragen und Antworten transparent zusammengefasst.

Grundlagen
Warum gibt es beim Jugendfußball feste Regelungen für Vereinswechsel?

Vereinswechsel im Jugendbereich betreffen nicht nur den einzelnen Spieler, sondern auch Mannschaften, Trainer und Vereine. Daher gelten für alle Vereine verbindliche Regelungen der Jugendordnung des Hessischen Fußball-Verbands (HFV).

Diese sollen sicherstellen, dass Wechsel fair, transparent und nachvollziehbar erfolgen — im Sinne der Spieler und der ausbildenden Vereine.

Ist ein Vereinswechsel grundsätzlich möglich?

Ja. Ein Vereinswechsel im Jugendbereich ist grundsätzlich möglich. Er muss jedoch formal beantragt, von den gesetzlichen Vertretern genehmigt und gemäß den festgelegten Fristen durchgeführt werden.

Der HFV unterscheidet dabei zwischen:

  • Wechseln innerhalb der offiziellen Wechselperiode
  • Wechseln außerhalb dieser Periode

Diese Unterscheidung ist entscheidend für die Spielberechtigung.

Was bedeutet die Wechselperiode?

Die offizielle Wechselperiode im Jugendbereich ist der 01.06. bis 30.06. eines Jahres. Nur in diesem Zeitraum kann eine fehlende Freigabe des abgebenden Vereins in bestimmten Fällen durch eine Ausbildungsentschädigung ersetzt werden.

Gilt das für alle Altersklassen?

Nein. Für E-, F- und G-Junioren gelten vereinfachte Regelungen: Beim Wechsel fällt keine Ausbildungsentschädigung an. Abmeldung und Wartefristen gelten aber auch hier — ohne Freigabe endet die Wartefrist nach drei Monaten ab Abmeldung. Für ältere Altersklassen sind die beschriebenen Regelungen verbindlich.

Wartefristen
Was sind Wartefristen (Sperren)?

Wartefristen sind keine Strafmaßnahmen, sondern festgelegte Zeiträume, in denen ein Spieler nicht an Pflichtspielen teilnehmen darf. Freundschaftsspiele sind davon grundsätzlich nicht betroffen.

Wie lang sind die Wartefristen?

Außerhalb der Wechselperiode (01.06.–30.06.):

  • Mit Freigabe des abgebenden Vereins: 3 Monate Wartefrist
  • Ohne Freigabe des abgebenden Vereins: 6 Monate Wartefrist

Die Wartefrist beginnt jeweils am Tag nach der schriftlichen Abmeldung.

Innerhalb der Wechselperiode (01.06.–30.06.):

  • Mit Freigabe: keine Wartefrist, Spielberechtigung ab 01.07.
  • Ohne Freigabe: Wartefrist für Pflichtspiele bis zum 31.10.

Diese Fristen sind verbindlich und gelten für alle Vereine gleichermaßen.

Warum gibt es diese Wartefristen?

Wartefristen sollen:

  • Kurzfristige oder ungeklärte Wechsel verhindern
  • Vereinen eine verlässliche sportliche Planung ermöglichen
  • Die Ausbildungsarbeit der Vereine schützen
  • Fairness zwischen allen Beteiligten sicherstellen

Sie dienen nicht dazu, Spieler zu benachteiligen, sondern dem geordneten Ablauf des Jugendspielbetriebs.

Ausbildungsentschädigung
Was ist eine Ausbildungsentschädigung?

Die Ausbildungsentschädigung ist ein finanzieller Ausgleich für die jahrelange Ausbildungsarbeit eines Vereins. Wichtig:

  • Sie wird vom aufnehmenden Verein gezahlt
  • Sie ist keine Forderung an Eltern oder Spieler
  • Sie kann nur innerhalb der Wechselperiode eine fehlende Freigabe ersetzen

Außerhalb der Wechselperiode hat die Zahlung keinen Einfluss auf die Wartefristen.

Wie wird die Ausbildungsentschädigung berechnet?

Die Höhe ergibt sich aus zwei Bestandteilen: einem Grundbetrag und einem Ergänzungsbetrag.

Der Grundbetrag richtet sich nach der Spielklasse der ersten Herrenmannschaft des aufnehmenden Vereins (§ 44 Nr. 3 HFV-Jugendordnung) sowie nach der Altersklasse des Spielers (A-/B- bzw. C-/D-Junioren). Da der JFV Hünstetten in den folgenden Beispielen der abgebende Verein ist, spielt seine eigene Einstufung für den Grundbetrag keine Rolle.

Hinweis — JFV als aufnehmender Verein Wechselt ein Spieler zum JFV Hünstetten, wird der JFV als Jugendförderverein gemäß § 44 Nr. 3 HFV-Jugendordnung pauschal wie ein Kreisoberligist eingestuft — unabhängig davon, in welcher Klasse die Stammvereine spielen. Maßgeblich ist dann der Kreisoberliga-Grundbetrag (300 € für A-/B-Junioren bzw. 150 € für C-/D-Junioren).

Der Ergänzungsbetrag wird pro angefangenem Spieljahr berechnet, gerechnet ab dem jüngeren D-Junioren-Jahrgang. Maximal werden 6 Spieljahre angerechnet.

Spielklasse (1. Herren aufnehmender Verein) Grundbetrag Betrag pro
Spieljahr
A- u. B-Junioren C- u. D-Junioren
1. Bundesliga2.500 €1.500 €200 €
2. Bundesliga1.500 €1.000 €150 €
3. Liga1.250 €750 €100 €
Regionalliga1.000 €500 €100 €
Hessenliga750 €400 €50 €
Verbandsliga500 €300 €50 €
Gruppenliga400 €200 €50 €
Kreisoberliga (inkl. JFV als aufnehmender Verein)300 €150 €50 €
Kreisliga A200 €100 €25 €
Kreisliga B100 €50 €25 €
Kreisliga C und darunter50 €25 €25 €

Quelle: HFV-Jugendordnung § 44, Stand 12.07.2025

Beispiel 1 — C-Junioren · Kreisoberliga

4 Jahre beim JFV, Wechsel im Juni zu einem Kreisoberliga-Verein

PositionBetrag
Grundbetrag (C-Junior, Kreisoberliga)150,00 €
4 Jahre × 50 €200,00 €
Gesamt350,00 €
Beispiel 2 — A-Junioren · Kreisliga A

6 Jahre beim JFV (Höchstgrenze), Wechsel im Juni zu einem Kreisliga-A-Verein

PositionBetrag
Grundbetrag (A-Junior, Kreisliga A)200,00 €
6 Jahre × 25 € (max.)150,00 €
Gesamt350,00 €

Hinweis: Die Ausbildungsentschädigung gilt nur für A-Junioren des jüngeren Jahrgangs sowie B-, C- und D-Junioren. Für A-Junioren des älteren Jahrgangs gelten ab dem 1. Juni die Vereinswechselbestimmungen der Senioren (§ 40 HFV-Jugendordnung), nicht diese Tabelle. — Die genannten Beträge gelten bei Abmeldung im Juni (Wechselperiode). Bei einem Wechsel außerhalb der Wechselperiode ist die Höhe frei verhandelbar — die HFV-Tabelle dient dann als Orientierung. Für Fragen zur Berechnung steht der Vorstand jederzeit zur Verfügung.

Ziele & Erwartungen
Was ist das Ziel dieser Regelungen?
  • Schutz der Spieler
  • Fairness zwischen den Vereinen
  • Nachhaltige Jugendarbeit
  • Klare und transparente Abläufe
Was erwartet der Verein von Eltern und Spielern?
  • Frühzeitige und offene Kommunikation
  • Gespräche mit Trainern oder Verantwortlichen vor einer Entscheidung
  • Entscheidungen ohne Zeitdruck und mit Blick auf die langfristige Entwicklung des Kindes

Wir sind jederzeit gesprächsbereit und bemüht, gemeinsam faire Lösungen zu finden.

Ohne Gewähr — verbindliche Quelle ist der HFV

Die auf dieser Seite dargestellten Informationen zu Wartefristen, Wechselperioden und Ausbildungsentschädigungen basieren auf der HFV-Jugendordnung zum Zeitpunkt der letzten Aktualisierung. Sie dienen ausschließlich der allgemeinen Orientierung und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit.

Maßgebend ist stets die jeweils gültige Jugendordnung des Hessischen Fußball-Verbands (HFV). Ordnungen können sich ändern — bitte erkundige Dich im Zweifels- oder Wechselfall direkt beim HFV oder beim Vorstand des JFV Hünstetten 09, bevor Du Entscheidungen triffst.

Weitere Informationen und aktuelle Fassungen der Jugendordnung findest Du unter www.hfv-online.de.

Richtig essen und trinken ist Teil der Ausbildung — genauso wie das Training selbst. Diese Übersicht fasst die wichtigsten Empfehlungen für den Jugendfußball kompakt zusammen.

Ernährung am Spieltag
Was sollte mein Kind vor dem Spiel essen?

Der Zeitpunkt vor dem Anpfiff entscheidet, was sinnvoll ist. Je kürzer die Zeit bis zum Spiel, desto kleiner und leichter sollte die Mahlzeit sein.

Zeitpunkt Empfohlen Besser meiden
2–3 Std. vorher Nudeln, Reis oder Brot mit Quark/magerem Fleisch; Gemüse in kleinen Mengen Fettige Speisen, Rohkost in großen Mengen, Fast Food
30–60 Min. vorher Banane, Weißbrot mit Honig oder Marmelade, Reiscracker Große Mahlzeiten, Süßigkeiten, Chips, Milchprodukte in Menge
Halbzeit Banane, Orangenspalten, leichter Müsliriegel (ohne Schokolade) Große Snacks, fettige oder schwer verdauliche Speisen
Nach dem Spiel Kohlenhydrate und Protein kombinieren: Brot mit Käse oder Ei, Quark mit Früchten, Milch Sehr langes Nichts-Essen — Erholungsfenster (30–60 Min. nach Belastung) nutzen
Grundregel Vor dem Sport stehen Kohlenhydrate im Vordergrund, nach dem Sport Protein. Je kürzer die Zeit bis zum Anpfiff, desto kleiner die Portion. Am Spieltag nichts Unbekanntes ausprobieren.
Gibt es Unterschiede zwischen den Altersgruppen?

Ja. Jüngere Spielerinnen und Spieler haben kleinere Glykogenspeicher und vertragen größere Mahlzeiten kurz vor dem Sport schlechter als Ältere.

Altersgruppe Besonderheiten
U8–U10 Kleinere Portionen, häufigere Snacks. Keine erzwungenen Mahlzeiten kurz vor Spielbeginn. Spaß am Essen wichtiger als Optimierung.
U11–U14 Grundregeln der Sporternährung etablieren. Kohlenhydrate als Haupt-Treibstoff, Protein für Wachstum und Erholung. Mahlzeiten 2–3 Stunden vor Belastung.
U15–U19 Intensivere Belastung erfordert bewusstere Energiezufuhr. Erholungsernährung nach dem Spiel gewinnt an Bedeutung. Proteinbedarf steigt in der Wachstumsphase.
Was sind gute Halbzeit-Snacks?

In der kurzen Halbzeitpause geht es darum, schnell verfügbare Energie nachzulegen — ohne Verdauungsarbeit zu provozieren.

  • Banane (leicht reif: schnell verfügbare Kohlenhydrate)
  • Orangenspalten oder Weintrauben
  • Weißbrot oder Toast mit wenig Aufschnitt
  • Leichter Müsliriegel ohne Schokoladenüberzug

Keine fettigen Snacks, keine Chips, kein Kuchen — das belastet die Verdauung und macht müde.

Was sollte man am Spieltag besser meiden?
  • Fettige Speisen wie Pommes, Burger oder frittiertes Essen
  • Unbekannte Gerichte — kein Spieltag als Experimentierfeld
  • Sehr ballaststoffreiche Speisen kurz vor der Belastung (Hülsenfrüchte, viel Rohkost)
  • Zuckerhaltige Snacks und Süßigkeiten
  • Sehr lange ohne Essen auskommen — Unterzucker macht unkonzentriert
Getränke & Flüssigkeit
Wie viel sollte mein Kind vor und während dem Spiel trinken?

Ausreichend Flüssigkeit ist entscheidend für Konzentration und Leistung. Bereits ein Flüssigkeitsverlust von 2 % des Körpergewichts senkt die Leistungsfähigkeit spürbar.

Zeitpunkt 6–10 Jahre 11–14 Jahre 15–19 Jahre
2 Std. vorher 200–300 ml 300–400 ml 400–500 ml
30 Min. vorher 100–150 ml 150–200 ml 200–250 ml
Während (alle 15 Min.) 100–150 ml 150–200 ml 150–250 ml
Halbzeit 150–200 ml 200–250 ml 250–350 ml
Nach Belastung 300–400 ml 400–500 ml 500–750 ml

Richtwerte. Tatsächlicher Bedarf hängt von Temperatur, Schweißrate und individueller Konstitution ab.

Was ist der Unterschied zwischen hypotonen und isotonischen Getränken?

Der Unterschied liegt im Mineralstoff- und Zuckergehalt im Verhältnis zum Blut:

Hypoton

Geringere Konzentration als das Blut. Wird schnell vom Körper aufgenommen. Ideal für kurze Belastungen und jüngere Jahrgänge.

DIY-Rezept:
750 ml Wasser + 250 ml Apfelsaft + 1 Prise Salz

Isotonisch

Gleiche Konzentration wie das Blut. Gute Energie- und Mineralstoffversorgung bei längerer Belastung (über 60 Min.).

DIY-Rezept:
500 ml Wasser + 500 ml Apfelsaft + 1 Prise Salz + etwas Zitrone

Empfehlung für den JFV-Alltag Für die G- bis D-Jugend reicht in aller Regel Wasser plus eine Banane. Isotonische Getränke lohnen sich erst bei intensivem Training oder Spielen über 60 Minuten Dauer.
Welche Getränke sind im Sport tabu?

Einige Getränke sind im Sportkontext ungeeignet oder schädlich:

Diese Getränke gehören nicht in die Sporttasche

Energy-Drinks (z.B. Red Bull, Monster) — Koffein, Taurin und hoher Zuckergehalt belasten das Herz-Kreislauf-System. Für Kinder und Jugendliche grundsätzlich nicht geeignet.

Cola und Limonaden — Viel Zucker, Koffein, Kohlensäure. Keine sinnvolle Flüssigkeitszufuhr; belastet den Magen und liefert nur leere Kalorien.

Fruchtsäfte unverdünnt — Zu konzentriert (hypertonisch). Zieht Wasser aus dem Körper statt es zuzuführen. Immer verdünnen (mindestens 1:1 mit Wasser).

Milch direkt vor dem Sport — Liegt schwer im Magen. Als Erholungsgetränk nach dem Sport dagegen gut geeignet (Protein und Kohlenhydrate).

Gibt es Unterschiede zwischen Sommer und Winter?

Sommer: Der Flüssigkeitsbedarf steigt deutlich. Auch wenn Kinder kein Durstgefühl haben, aktiv zum Trinken auffordern — Kinder nehmen Durstsignale oft schwächer wahr als Erwachsene. Trainings und Spiele möglichst in den frühen Morgen- oder Abendstunden legen. Wasser und leichte Sportgetränke bevorzugen.

Winter: Bei Kälte trinken Kinder oft zu wenig, weil der Durst ausbleibt. Trotzdem regelmäßige Getränkepausen einplanen. Lauwarme Getränke (ungesüßter Tee) können alternativ angeboten werden — aber keine heißen Getränke direkt vor intensiver Belastung.

Nährstoffe & Hintergründe
Warum sind Kohlenhydrate so wichtig für junge Fußballer?

Kohlenhydrate sind der Haupttreibstoff für Muskeln und Gehirn — besonders bei kurzen, intensiven Belastungen wie Sprints, Zweikämpfen und schnellen Richtungswechseln. Beim Sport werden Kohlenhydrate als Glykogen in Muskeln und Leber gespeichert. Sind die Speicher leer, sinkt die Leistung deutlich.

Gute Quellen: Vollkornbrot, Nudeln, Reis, Kartoffeln, Haferflocken, Bananen, Obst.

Welche Rolle spielt Protein für junge Spielerinnen und Spieler?

Protein ist wichtig für Muskelaufbau, Wachstum und Erholung nach der Belastung. Nach intensivem Training helfen Proteine, Muskelmikrorisse zu reparieren und Muskeln zu stärken.

Kinder brauchen keine Proteinshakes oder Nahrungsergänzungsmittel. Die nötige Menge lässt sich problemlos über eine ausgewogene Ernährung abdecken.

Gute Quellen: Milch, Joghurt, Quark, Käse, Eier, Hühnchen, Fisch, Hülsenfrüchte.

Brauchen junge Sportler auch Fett in der Ernährung?

Ja. Fette sind wichtig für die Aufnahme fettlöslicher Vitamine (A, D, E, K), für Zellaufbau und als Energiequelle bei langen, ruhigeren Aktivitäten. Da Fette die Verdauung verlangsamen, sollte man vor dem Sport aber nicht zu fettreich essen.

Gute Quellen: Nüsse, Avocado, Olivenöl, Lachs, Samen.

Meiden: Transfette in Fast Food, Fertigprodukten und frittiertem Essen — besonders an Spieltagen.

Warum ist Wasser das wichtigste Sportgetränk?

Wasser reguliert die Körpertemperatur, transportiert Nährstoffe und hält alle Körperfunktionen am Laufen. Im Sport verliert der Körper durch Schwitzen schnell Flüssigkeit — schon geringe Verluste ab 1–2 % des Körpergewichts beeinträchtigen Konzentration und Leistung spürbar.

Für die meisten Trainingseinheiten und Spiele der jüngeren Jahrgänge ist Wasser das einfachste und beste Sportgetränk. Teure Fertig-Sportdrinks sind im Jugendbereich in aller Regel nicht nötig.

Macht der Zeitpunkt des Essens wirklich einen Unterschied?

Ja, deutlich. Das Timing der Ernährung beeinflusst, wie viel Energie beim Sport zur Verfügung steht und wie schnell sich der Körper danach erholt.

  • Zu kurz vor dem Spiel gegessen: Das Blut fließt in den Verdauungstrakt statt in die Muskeln — Übelkeit, Seitenstechen, Leistungsabfall.
  • Zu lange nichts gegessen: Leere Glykogenspeicher führen zu Konzentrationsschwäche und frühem Ermüden.
  • Nach dem Sport zu spät gegessen: Das Erholungsfenster (30–60 Min. nach Belastung) wird nicht genutzt — die Regeneration dauert länger.
Was sollten Kinder und Jugendliche grundsätzlich meiden?
  • Fast Food und Fertiggerichte — viel Fett und Salz, wenig Nährstoffe
  • Energy-Drinks — grundsätzlich ungeeignet für Kinder und Jugendliche
  • Zuckerhaltige Getränke (Cola, Limonaden) — leere Kalorien ohne Nutzen
  • Viel Zucker kurz vor dem Sport — kurzfristiger Energieschub, danach Unterzucker
  • Sehr fettige Mahlzeiten vor Spielen — verlangsamt die Verdauung, macht schwer und müde
  • Proteinpulver und Supplemente — für Kinder und Jugendliche in aller Regel nicht nötig und nicht empfohlen
Hinweis Diese Empfehlungen basieren auf allgemeinen ernährungswissenschaftlichen Grundsätzen für den Jugendsport. Sie ersetzen keine individuelle Ernährungsberatung. Bei spezifischen Fragen oder gesundheitlichen Besonderheiten wende Dich an eine Fachkraft.
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